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über mich:

Zehn Jahre nach einem Studium von Sport und Mathematik und einer Tätigkeit am Gymnasium entschied ich mich für ein zusätzliches Medizinstudium. Nach der Facharztausbildung führte ich über 15 Jahre lang eine Allgemeinmediziner-Praxis. Anschließend reiste ich mit dem Fahrrad durch mehrere Länder und entschloß mich zu einem Studium der Malerei und Graphik am Institut für Bildende Kunst und Kunsttherapie (IBKK) in Bochum.

Für das Diplom arbeitete ich ein Jahr lang zum Thema "Quadrat(e)". Seit 2009 malte unsere Gruppe zum Thema "Zwischensein". Das ist ein Kunstwort und beinhaltet "Zwischen" und "Sein". Das "Sein" ist schon vielfach philosophisch hinterfragt und definiert worden. Für mich ist es ein Faktum, dass ich existiere, weil ich wie Descartes sehe: "cogito ergo sum" oder: "ich denke, also bin ich." Deshalb bedarf für mich nur noch der Wortteil "Zwischen" einer Definition oder Interpretation. Auch in der künstlerischen Darstellung fasziniert mich deshalb das "Zwischen" und nicht das "Sein".

Das "Zwischen" ist allumfassend und wir sind immer im mittendrin: zwischen allen Gegensatzpaaren, zeitlich und örtlich, als Wandel oder als Zustand zwischen zwei Zuständen, ... also: zwischen Himmel und Erde, Leben und Tod, Geburt und Tod, ..., auch zwischen Recht und Unrecht, Dummheit und Weisheit, ... aber auch: zwischen allen Stühlen, zwischen Diktatur und Demokratie, zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Idee und Ausführung, Sinn und Unsinn.

Obwohl heute meist abstrakt, beschäftigen sich meine Arbeiten weiterhin mit dem "Zwischen", ob als Metapher für Leben und Tod, zwischen Himmel und Erde, zwischen Tag und Traum oder zwischen Mengen von Hühnern oder Menschen, (als Holzschnitt und gegenständlich), das Thema durchzieht alle aktuellen Werke.